In dunkler, stiller Nacht wandere ich durch ein Tal
ohne Blick nach vorn und zurück.
Ich sehe keine Abbiegung,
keinen anderen Weg stur geradeaus.

Schritt für Schritt schreite ich fort,
ist dies der richtige Weg, der richtige Ort?
Kein leises knistern oder wispern vernehme ich,
nur Stille umgibt mich.

Angst schleicht sich in meine Gedanken,
zerrt an mein Innerstes.
Verführt mich vom Weg abzugehen,
mitten durch das ungewisse zu schreiten
und gegen das Gefühl zu bestehen.

Kann es denn wirklich so einfach sein?
Den Blick und das Empfinden mal nach links
und rechts ausschweifen zu lassen,
sich treiben zu lassen und einfach man selbst zu sein?

Leise, flüsternd spricht sie zu mir,
die innere Stimme und sagt: „Ich helfe dir“.
Hab keine Angst ich begleite dich,
bin bei dir und verlass dich nicht.
Das Leben ist keine gerade Linie,
sondern eher ein Lebensbaum mit vielen
unendlichen Ästen und Abzweigungen.

Egal welchen Weg du wählst,
er wird dich dein Leben lang tragen.
Ich schaue auf und sehe ein glänzend,
goldenes Licht.

Die Sonne durch die Wolken bricht.
Dort ist eine Kreuzung, ich sehe sie ganz deutlich.
Voller Mur und Zuversicht,
ist nun eine neue Zukunft für mich in Sicht.

Ich schreite mit einem Lächeln dem neuen,
unbekannten entgegen.
Hier endet die stupide Sturheit meines Daseins!

written by Melli